Carola Willbrand, Köln

„Dinge in die Welt finden“ ein Experiment als szenische Installation, April 2015

Zur Ausstellungseröffnung und zur Finissage: Performance mit Mark Met, Amsterdam

Mein Sinn des Lebens ist: morgens aufstehen um einen Weg zu finden das Experiment fortzusetzen! Mein LebensExperiment ist die künstlerische Arbeit, die mir die Welt erklärt.
Ich begegne der Welt mit meinen Materialien des Alltags. Ich untersuche die getragene Kleidung nach ihren Lebensspuren; die Häute, die uns kleiden. Diese Kleidung besteht aus Fäden; viele Fäden werden ein Gewebe.

Da Menschen nicht von Ungefähr in die Welt geworfen werden, sondern von Menschen in eine schon bestehende Menschenwelt geboren werden, sind wir wie Fäden, die in ein bereits bestehendes Muster geschlagen werden und das Gewebe so verändern, wie sie ihrerseits alle Lebensfäden, mit denen sie innerhalb des Gewebes in Berührung kommen, auf einmalige Weise affizieren. (einen Zustand in einem Wesen bewirken). Sind die Fäden erst zu Ende gesponnen, so ergeben sie wieder klar erkennbare Muster, bzw. sind als Lebensgeschichten erzählbar. (Hannah Arendt)

Die alltäglichen Materialien, die ich nutze, können auch Tapeten sein, auf die ich mit der Nähmaschine Zeichnungen nähe. Manchmal kombiniere ich sowohl die Skulpturen als auch die Nähzeichnungen mit Fotografie; besonders mit analoger s/w-Fotografie. Meine Collagentechnik gibt der  Gedankenwelt den Raum um hinter das Sichtbare zu schauen, das vielleicht doch nur das 'Normale des Alltäglichen' ist,. Die Beobachtungen der Lebensbedingungen, des „Sich-Selbst- Erkundens“ werden verbunden mit der Metapher des Lebensfadens, die das menschliche Leben zusammenhalten und wiedergeben will.

Carola Willbrand März 2015

Vita
geb. 1952 in Köln, lebt und arbeitet in Köln und Amsterdam

aufgewachsen mit der Kunst aus dem Umfeld der Rheinischen Expressionistinnen meiner Tante, Käthe Schmitz-Imhoff, die erste Frau, die bei Heinrich Nauen an der Düsseldorfer Akademie studierte; ausgebildet in kunstfernen Berufen
Ausstellungstätigkeit seit 1981, in denen der Faden als Metapher für den Lebensfaden auf Papieren, Polsterstoffen, Tapeten, Textilien, (Materialien des täglichen Gebrauchs) oder s/w-Fotos, das tragende Element bildet.
Der Faden zeichnet mit der Nähmaschine; hält Künstlerbücher und Skulpturen aus getragenen Kleidungsstücken zusammen.

Auszeichnungen & Preise
2003 Preis der Bundesrepublik Deutschland für die Nähzeichnungen überreicht durch die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
2004 halbjähriges Stipendium des Landes Schleswig Holstein für das Künstlerhaus
Eckernförde
2005 Lehrauftrag Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Fakultät Sonderpädagogik Reutlingen
2005 Praxiteles-Stipendium des KAOS Kunst-Film- und Video-Archiv e. V. auf der
Datça- Peninsula, Türkei
2008 Preis der Oberbürgermeisterin der Stadt Halle für die Porträts der alten Frauen von Datça im Zusammenhang der Großen Kunstausstellung Halle an der Saale, Katalog
2014 Preis der Jakob Eschweiler Stiftung

Arbeiten in öffentlichen und privaten Sammlungen



Ausstellungsdokumentation, kampstogether © VG Bild, rechts:  Detailansicht



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